VINZIBett

SCHLAFSTELLE FÜR MENSCHEN OHNE OBDACH

Mit der Nutzung von Räumlichkeiten in Innsbruck, Pontlatzer Straße, als „Notschlafstelle“ im Winter haben die Vinzenzgemeinschaften den Beweis erbracht, dass über Nutzung von leerstehenden Räumlichkeiten die Wohnungsnot in Innsbruck gelindert werden kann. Diese Art der Unterbringung ist auch für betreute Wohngemeinschaften geeignet.

1. Projektbeschreibung
Für Menschen in „Stiller Not" (obdachlose Frauen und Männer, die aufgrund ihrer psychischen Situation das Nächtigungsangebot nicht nutzen können und im Regelfall nur über die „Streetworker" betreut werden) und arbeitsuchende Menschen aus dem Osten wurde aufgrund fehlender Schlafstellen im Winter in Innsbruck auf 160m2 Wohnraum eine Schlafstelle für 13 Personen als „Insellösung" geschaffen. Unsere Bewohner schätzten die hohe Wohnqualität wie Raumteiler mit Schienensystem in den Schlafräumen, qualitativ gute Betten (vom Bundesheer gespendet), großen Aufenthaltsraum, eigene Küche mit Rauchgelegenheit u.a. sowie die Essensversorgung durch den VINZIBUS.
Der Verein für Obdachlose hat uns Klienten vermittelt und uns im Projekt unterstützt. Besonders möchten wir den Streetworkern für die Hilfe danken.

2. Erfahrungen mit dem Projekt VINZI Bett
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schlafstellen in Form einer „Insellösung" tauglich sind für Dauerschlafplätze, Einzelschlafplätze, aber auch für (fachlich begleitete) Wohngemeinschaften. Diese Tauglichkeit ist nicht auf den Winter beschränkt. Damit sind Insellösungen eine Möglichkeit, das Problem der Obdachlosigkeit auch unter dem Jahr in den Griff zu bekommen. Bei guter Vorbereitung ist die Notschlafstelle binnen Tagen realisierbar. Infrastruktur wie Betten, Bettzeug, Kästen, Tische, Stühle, Waschmaschine, Geschirr, Toilettartikel etc. können vor dem Winter besorgt und zwischengelagert werden. Steht Personal und Raum zur Verfügung und ist die Finanzierung gesichert, kann eine Notschlafstelle binnen weniger Tage realisiert werden. 

3. Schlussbemerkung
Das Projekt VINZIBett war erfolgreich und erhielt vom Umfeld und auch von der Nachbarschaft, die zu Beginn dem Projekt skeptisch eingestellt war, viel Lob.
Die Vinzenzgemeinschaften konnten nicht nur große humanitäre Hilfe leisten, sondern auch den Bedarf an einer solchen zusätzlichen Schlafstelle aufzeigen.
Zudem konnte nachgewiesen werden, dass „Insellösungen" tauglich sind zur Linderung der Situation der Obdachlosigkeit (während des gesamten Jahres).

Die „Evaluation" (Projektbeschreibung samt Erfahrungswerten) zum Downloaden

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