Was gibts Neues?

Gedenkfeier 70 Jahre Widerstand

Am Montag 1.Sept. 2014 kamen ca 80 Leute zum „Waldhüttl“, um bei der Enthüllung der Gedenktafel an Heinz Mayer dabei zu sein.

         

Politiker und Gäste

         

Witwe Gerti Mayer enthüllt die Tafel selbst

Mayer dabei zu sein. Das Sozialprojekt der VG, welches Obdachlose, Pilger und vor allem Roma aus Tornala (Slowakei) und Bukarest (Rumänien) beherbergt, ist u.a. auch eine Gedenkstätte.
Am Weltfriedenstag wurde von der Witwe Gerti Mayer die Gedenktafel enthüllt. Das Waldhüttl war in der Nazizeit ein Ort des Widerstandes. Die Mitglieder des Widerstandes wurden verraten und kamen ins Anhaltezentrum Reichenau, wurden bis auf Heinz Mayer in Konzentrationslagern ermordet. Abt Raimund Schreier, welcher das Waldhüttl der VG zur Verfügung stellte, sprach das Gebet, mit musikalischen Weisen wurde der politisch Verfolgten, der Juden und auch der Roma gedacht.

„Aber auch die Vinzenzgemeinschaften haben unter den Nationalsozialisten gelitten. Im Jahre 1938 bestanden 17 Gemeinschaften, die nach außen hin ein christlich soziales Weltbild vertraten. Dies war dem NS Regime ein Dorn im Auge und so wurden die Gemeinschaften mit Erlass des „Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich" vom 18. März 1939 „gelöscht" und das Vermögen „in die „NS Volkswohlfahrt e.V. Berlin" eingezogen. Jegliche Vereinstätigkeit war dann während der Naziherrschaft strengstens verboten. Trotzdem fanden von den Gemeinschaften noch Treffen statt und damit wurde „humanitärer Widerstand" geleistet. Der Schaden dieser Auflösungen war nachhaltig. Nach dem 2. Weltkrieg konnten nur mehr 9 Vinzenzgemeinschaften reaktiviert werden."
Abschließend wurden die TeilnehmerInnen noch zu Brot und Wein in die Kulturscheune eingeladen. Wenn es Widerstand gibt, darf und soll auch gefeiert und getanzt werden, so der Obmann der VG Waldhüttels, Jussuf Windsicher

 

Vinzenzgemeinschaften Tirol
ImpressumDatenschutzInhaltsverzeichnisInfomappe

powered by webEdition CMS